Sprungmarken

 

Sie befinden sich hier: Startseite > Presseservice > Pressemeldungen > Umfang, Entwicklung und Fördermöglichkeiten ehrenamtlicher Arbeit in Deutschland


Umfang, Entwicklung und Fördermöglichkeiten ehrenamtlicher Arbeit in Deutschland

Präsentation auf der Auftaktveranstaltung zur Kampagne „Gut tun – tut gut“ des Sozialverbands Deutschland (SoVD) am 30.08.2006 in Berlin

Dr. Marcel Erlinghagen

Zusammenfassung

Der Beitrag nimmt die Auftaktveranstaltung der Kampagne „Gut tun – tut gut“ zum Anlass, einen Überblick über zentrale Forschungsergebnisse zum Thema „Ehrenamt“ zu liefern. Neben einer notwendigen begrifflichen Abgrenzung sollen hierbei aktuelle Untersuchungsergebnisse zum Umfang und zur Entwicklung von ehrenamtlicher Arbeit in Deutschland vorgestellt und in Beziehung zum Ausmaß ehrenamtlicher Beteiligung in anderen europäischen Ländern gesetzt werden. Darüber hinaus geht der Beitrag auch auf wichtige Motive für ehrenamtliches Engagement ein.

Insgesamt muss man feststellen, dass es um das Ausmaß und die Entwicklung ehren-amtlichen Engagements in Deutschland nicht so schlecht bestellt ist, wie verschiedentlich behauptet wird. Gleichwohl zeigt ein Blick in andere Länder, dass trotzdem durchaus noch Entwicklungspotential besteht. Eine stärkere staatliche Förderung ehrenamtlicher Arbeit sollte dabei vor allem vier Dinge im Blick behalten:

Deutschland ist weit davon entfernt, eine Gesellschaft von Egoisten zu sein. Die Herausforderung der Zukunft besteht darin, weiterhin Freiheit und Gemeinsinn gleichermaßen zu stärken. Dazu muss man erkennen, dass Sozialpolitik auch in der globalisierten Welt des 21. Jahrhundert gestaltbar bleibt. Gleichzeitig dürfen Sozialausgaben nicht ausschließlich als Kosten gesehen werden. Hinter ihnen verbirgt sich neben den Gehältern der hauptamtlich Beschäftigten eben auch die Finanzierung einer Infrastruktur, die direkt oder indirekt die Menschen befähig, soziale Verantwortung z. B. in Form von Ehrenämtern zu übernehmen. 

Zur Person 

Dr. Marcel Erlinghagen arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen sowie an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Neben dem Themenfeld „Arbeitsmarktmobilität, Beschäftigungsstabilität und Beschäftigungssicherheit“ beschäftigt er sich seit Jahren mit Fragen zum Thema „ehrenamtliche Arbeit“. Derzeit leitet er zusammen mit Dr. Karsten Hank (MEA, Universität Mannheim) ein durch die Thyssen-Stiftung gefördertes Projekt mit dem Titel „Informelle Arbeit von Älteren in Deutschland und Europa“; nähere Informationen finden sich auf der Projekthomepage www.rub.de/infar.

Von Marcel Erlinghagen sind zum Thema „ehrenamtliche Arbeit“ in den vergangenen Jahren zahlreiche Veröffentlichungen erschienen, so auch unter anderem: 

Kontakt 

Dr. Marcel Erlinghagen
Lehrstuhl für Sozialpolitik und öffentliche Wirtschaft
Fakultät für Sozialwissenschaft
Ruhr-Universität Bochum
GC 04/309
Universitätsstraße 150
44801 Bochum
Mail: marcel.erlinghagen(at)rub.de




Service Navigation:


>> Zum Seitenanfang