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Pressestatement zur Auftakt-Pressekonferenz der Kampagne GUT TUN - TUT GUT (copy 1)

Schirmherrin Prof. Dr. Gesine Schwan, Berlin, 30. August 2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, dass ich heute, hier in Berlin, als Schirmherrin gemeinsam mit Herrn Bauer den Startschuss für die Kampagne GUT TUN – TUT GUT geben darf.

Menschen zu motivieren, auch für andere da zu sein, ist auch mein persönliches Anliegen. Als Kind aus sozial engagiertem Elternhaus habe ich früh gelernt, dass es dazu gehört, nicht nur an sich selbst zu denken. Es ist wichtig in einem Umfeld – und groß gedacht auch in einer Gesellschaft – zu leben, in der Menschen sich gegenseitig unterstützen. In einer Gesellschaft, in der viele Menschen unglücklich sind, kann auch der Einzelne nicht glücklich werden. Dieses Prinzip gilt heute genauso wie damals und trifft daher auch im Jahre 2006 den Nerv der Zeit.

Erst kürzlich habe ich daher in einem Zeitungsinterview erklärt, dass es mich mit Glück erfüllt, wenn ich Menschen treffe, die etwas wirklich um der Sache willen tun – oder für andere. Und genau dazu möchte GUT TUN – TUT GUT die Menschen bewegen. Aus diesem Grund bin ich gern Schirmherrin der Kampagne geworden und hoffe natürlich, dass sich viele Menschen von den zahlreichen praktischen Tipps inspirieren lassen.

Als berufstätige Mutter sind mir selbst zahlreiche Situationen bekannt, in denen ich mir gewünscht habe, jemand könne spontan einspringen und die kranken Kinder betreuen. Damals habe ich manchmal gedacht: Es würde jetzt gar nicht viel Zeit oder Aufwand für jemanden bedeuten, aber mir Vieles leichter machen!

Genau dies ist ja auch ein Grundanliegen von GUT TUN –TUT GUT: Denn es ist ganz einfach, sich für andere zu engagieren! Man braucht dafür keine besonderen Kenntnisse und – was für viele ganz wichtig ist – nicht unbedingt viel Zeit.

Mitmachen kann jeder. Und zwar wirklich jeder: Ob ein junger Mensch im Rollstuhl oder eine ältere Dame – je nach eigenen Fähigkeiten gibt es eine Vielzahl von Mög¬lichkeiten Hilfe und Unterstützung zu geben. Alles, was dazu dient, anderen 

Menschen eine Freude zu machen oder ihnen den Alltag zu erleichtern, passt inhaltlich zur Kampagne.

So kann man zum Beispiel 

Und bereits jedes kleine bisschen an Engagement kann viel bewirken – ein kranker, alter, pflegebedürftiger, behinderter oder aber auch einsamer Mensch wird diese Unterstützung sehr wertschätzen. Und das Schöne daran ist: Wer etwas gibt wird merken, dass er auch etwas zurückbekommt. Wer anderen hilft, wird merken dass dies eine Bereicherung für das eigene Leben ist. Auch kann man so Abstand zu seinen eigenen Sorgen und Nöten gewinnen und dabei wieder Kraft für den eigenen Alltag schöpfen. Damit könnte auch der Effekt erklärt werden, dass Menschen, die sich viel engagieren oft nur so vor Energie sprühen und – auch für sich selbst – nicht weniger schaffen, sondern mehr.

Vielen Menschen erscheint eine ehrenamtliche Arbeit im Vorstand eines Verbandes oder Vereins mühselig, da diese mit zahlreichen Verpflichtungen verbunden ist. Anderen Menschen helfen, sie unterstützen und selbst entscheiden zu können, wie viel Zeit man aufwendet, ist für viele einfacher. Auch das Wort EhrenAMT verliert so seine Schwere. Denn es geht hierbei ja nicht um ein zeitaufwändiges und verbindliches Amt im klassischen Sinne, sondern einfach darum, anderen Menschen GUT zu tun. Jeder darf sich dabei ausprobieren! Und wenn sich regelmäßige und dauerhafte GUT TUN-Partnerschaften aus unverbindlichen Hilfsleistungen ergeben, ist das natürlich ganz wunderbar.

Die Kampagne soll deshalb auch eine bestimmte Leichtigkeit vermitteln, um die Menschen zu motivieren den ersten Schritt zu tun. In dem Sinne, lassen Sie uns den GUT TUN-Stein ins Rollen bringen!




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